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Soay-Schafe |
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Soay-Schafe (Ovis aries)
Was ist dies nun für eine Rasse?
Das Soayschaf ist uns in seiner Urtümlichkeit aus den frühen Zeiten des Neolithikum von vor etwa 3000 v. Chr. erhalten geblieben. Sie überlebten auf dem entlegenen St. Kilda-Archipel 120 km nordwestlich von Schottland, auf der 99 ha großen Insel Soay. Das St. Kilda-Archipel besteht aus 4 Inseln und einigen größeren Felsen.
Im nordischen Sprachgebrauch bedeutet der Name Soay Schafinsel, von dieser erhielten die Schafe ihren heutigen Namen. Soays scheinen nach den französischen Quessant wohl die zweitkleinste Schafrasse der Welt zu sein. |
Die Kleinwüchsigkeit und der kurze Schwanz sind ebenso typisch, wie die kurze Wolle, die von den Tieren im späten Frühjahr selbständig abgeworfen wird. Auffällig ist auch ihre scheue, in vielerlei Hinsicht 'wilde' Verhaltensweise.
Ausgewachsene Böcke erreichen eine Höhe von 50-62cm und ein Gewicht von 23-43 kg,
Muttertiere sind zwischen 48 und 60 cm groß und bringen 20-35 kg auf die Waage.
Die Lämmer wiegen bei der Geburt nur etwa 1-1,5 kg.
Durch die saisonale Brunst werden die Lämmer im Frühjahr mit Beginn der Vegetationsperiode geboren. Die Lammung erfolgt ohne menschliche Hilfe auf der Weide. Gesunde Muttertiere erreichen je nach Alter ein Ablammergebnis von 100-150%.
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Soay-Schafe lassen sich grob in zwei Varianten einteilen, zum einen die Park-Soay, zum anderen die Hirta-Soay. Die ersten auf das britische Festland gebrachten Schafe entsprachen alle einem bestimmten Typus, da die Besitzer der Auffassung waren, das nur diese Tiere die wahren Soays sind.
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Sowohl Böcke, als auch Auen sind behornt und die Wolle ist wildfarben, d. h. braun mit hellem Bauch und Abzeichen an Auge, Unterkiefer und Beinen. Seltener tritt eine helle Variante auf , wobei die Wolle hell, Bauch und Abzeichen blass fuchsrot sind.
Die Hörner der Böcke sind kreisförmig nach außen gedreht und sind bei einem 4-jährigen Bock ca. 50 cm lang.
Die rund 20 cm langen Hörner eines ausgewachsenen Muttertieres gehen leicht sichelförmig nach hinten auseinander.
Diese in englischen Parks und Zoologischen Gärten verbreitete und auch nach Deutschland eingeführte Variante wird als Park-Soay bezeichnet. |
Der zweite Soay-Schlag weist eine wesentlich größere Variationsbreite auf. Hier kommen behornte und unbehornte Tiere vor, die Wolle ist braun, schwarz, hell oder gescheckt und kann mit und ohne Abzeichen sein. Das Klauenwachstum ist gering, eine jährliche Kontrolle und ggf. ein Schnitt ist jedoch trotzdem erforderlich.
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Das geringe Süßwasserangebot und das raue Klima auf den Heimatinseln hat über Jahrhunderte ein sehr robustes, wiederstandsfähiges Schaf hervorgebracht. Gemessen an den Fressgewohnheiten leistungsorientierter Woll-, Fleisch- und Milchschafe geben sich Soay-Schafe mit recht karger, magerer Nahrung zufrieden, was sie zu hervorragenden Landschaftspflegern macht.
Verholzte Pflanzenteile werden ebenso abgeäst, wie 'Unkräuter', die von anderen Nutztieren verschmäht werden.
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---- Soay Schafe stehen auf der Rote Liste der bedrohten Nutztierrassen ----
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Allgemeines zur Fleischqualität
Das Fleisch von Soayschafen ist sehr dunkel und erinnert an Wildfleisch. Es riecht süßlich, ist etwa vergleichbar mit unserem Rehwild. Es ist sehr fettarm und gilt als cholesterinfrei, was in England durch Untersuchungen einiger Universitäten bestätigt wurde. Es besitzt somit einen typischen Wildfleischcharakter. Man kann das Fleisch daher als Schaf- oder Wildfleisch zubereiten.
Die ganzjährige, extensive Freilandhaltung auf naturnahen Wiesen und Brachen, ohne Zugabe von Zusatzfutter, außer ein wenig Hafer, Karotten oder Rübenschnitzeln zum Anlocken der Tiere sowie Heu , trägt zur hervorragenden Fleischqualität bei. |
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